Archive for the 'Musik, Lifestyle, Seitenblicke' Category

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Symbolon

Nun hab ich also auch den neuesten Dan Brown durch – gelesen in ungefähr fünf Sessions während der letzten zwei Wochen.

Was man dazu sagen kann, ohne allzu viel zu verraten: der Plot insinuiert, wie schon in den früheren Werken, dass der Menschheit ungeheure wissenschaftliche Offenbarungen und dramatische Unbrüche unmittelbar bevorstehen. Die Welt, so wird vermittelt, würde am Ende des Buches nicht mehr sein, wie wir sie kennen.
Auch diesmal kriegt Brown am Ende wieder die Kurve – das heißt: die Welt ist am Ende des Buches nach wie vor, so wie wir sie kennen, und dennoch ist man als Leser nicht enttäuscht, weil es halt mehr oder minder plausible Twists gibt, die die weltweite Kenntnisnahme dramatischer Entwicklungen letztlich doch verhindern.

Nunja, sollte Dan Brown jetzt wieder eine Schreibhemmung von fünf Jahren haben, wäre das auch ganz in Ordnung – nach 500 Seiten an Verschwörungstheorien und allerlei parawissenschaftlicher Spekulationen tut es gut, wieder anderes zu lesen. (Ich lese zum Beispiel gerade den letzten Weynfeldt von Martin Suter.)

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Unputdownable

In der Kategorie “Trivialliteratur” tut sich im Moment einiges. Da geh ich kurz in eine Buchhandlung und laufe geradewegs in eine Palette mit dem offenbar genau heute erschienenen neuen Oeuvre von Frank Schätzing: “Limit”. Der Versuchung widerstehend, sofort die reichhaltig (128 Einträge auf Google) vorhandenen Rezensionen zu studieren, frage ich mich, welchen der Schinken ich zuerst lesen soll: den neuen Schätzing, oder den neuen Dan Brown. (Oder doch den von einem Wiener Autorenduo geschriebenen Bestseller “Ewig”.)
Ich gestehe offen ein, dass ich – auch abseits von Sommerurlauben (“Strandlektüre”) – anfällig für diese Art von, wie in englischsprachigen Werbetexten oft attribuiert, “unputdownable” Büchern bin, von denen wohlmeinende Rezensenten stets zu schreiben pflegen, dass sie die ganze Nacht durchgelesen hätten etc etc.

Ich muss aber auch sagen: eine ganze Nacht durchzulesen war ich schon lange nicht mehr gezwungen.

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Medizinfilm anno 1977

In der kürzesten Nacht des Jahres beame ich mich zurück ins Jahr 1977 und schau mir den jungen Michael Douglas in “Coma” an, einem Film, der zwar die Organmafia im Auge hatte, aber angesichts der jüngst veröffentlichten Skandalberichte (profil Titelstory, Langbein-Buch) bei mir Assoziationen weckt.

Da ich in den letzten zwei Wochen beruflich recht angestrengt war, sind meine Beiträge für dieses Blog zu kurz gekommen und bin ich auch im Moment nur zur Beitragsleistung in der Rubrik “Musik, Lifestyle etc” fähig.

Autor: Günter Riegler

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Weekend – Ofenrohr auspacken und ab ins Gebirge …

Für alle, die fernab von BBB und Casanova ins Gebirge wollen, ist die Webseite des Lawinenwarndienstes Steiermark schwer zu empfehlen. Sehr gut im Überblick, umfangreiches und lehrreiches Glossarium der wichtigsten Schnee- und Lawinenarten, etc.

Günter Riegler (Foto: Günter Riegler)

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Bad Bank

Der Film “The International” hat alle Zutaten, die ein Film aus der Kategorie “Toll für einen Sonntagabend” haben muss. Business-Ambiente, coole Autos, internationale Polizeibehörden mit CSI-Profiler-Qualitäten, verschiedene Locations quer über den Globus (New York, Milano, Berlin, Istanbul), ein Verbrecher-Milieu im Banker-Milieu (aber nicht Marke Helmut-Nadelstreif-Elsner, nein, der Vorstandsvorsitzende stets casually dressed, schlank, smart aber nicht Yuppie, eigentlich ein netter Familienvater der mal so nebenbei Tötungsaufträge vergibt, während er mit dem Sohnemann am Kamin “Go” spielt).

Trotzdem, irgendwas fehlte. Trotz aller hymnischen Kritiken, die bisdato zu lesen waren – irgendwie fehlte dem Film das letze Quentchen Groove. Steril, ja steril ist vielleicht der beste Ausdruck. Irgendwie reißbrettartig skizziert.

Außerdem – die Handlung. Da sitzt der Vorstandsvorsitzende mit einem afrikanischen General in einem Besprechungs-Salon des Hauptgebäudes in Luxemburg. Es geht um die Finanzierung eines Putsches, der den General in seinem Land an die Macht bringen soll. Der Zuschauer weiß sofort – okay, die Bank macht sowas, um nachher Umwegrentabilitäten zu erzielen und einen gefügigen Marionetten-Staatschef an der Hand zu haben. Trotzdem lässt das Drehbuch den General fragen: Warum wollen Sie das finanzieren, Sie müssen nämlich wissen, wir haben kein Geld. Der Vorstand erklärt ihm dann alles.
Schwer vorstellbar, dass ein afrikanischer General die weite Reise nach Luxemburg ins Hauptquartier einer Bank macht, ohne eine Vorstellung darüber zu haben, warum ihm die Bank einen Kredit geben soll. Hier – und in vielen anderen Situationen – hätte das Drehbuch den Umweg über eine Art Sherlock-Holmes-und-Doctor-Watson-Dialog machen müssen. ZB indem man ein Fernsehinterview einspielt, in dem ein Wirtschaftsexperte einem Journalisten erklärt, wie das internationale Kriegsfinanzierungsgeschäft läuft.

Oder man wählt einen Plot, bei dem es gar nicht so genau auf die konkreten Geschäftsfälle ankommt.

Dennoch – auf den Sonntagabend in zwei Jahren, wenn der Film im Fernsehen kommt, freu ich mich dann doch.

Autor: Günter Riegler

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Oscar goes hopefully to … Frank Langella

Heute abend atemberaubenden Film gesehen – Frost/Nixon im Originalton. Eine Performance der Extraklasse – mehr sag ich zu diesem Film nicht; ansehen, ein must.

Vergleicht man die Fehler und Sünden Nixons – “Ich habe das Volk Amerikas verraten” – etwa mit den Taten eines Berlusconi, wird einem der Unterschied zwischen den amerikanischen und den (süd-)europäischen Maßstäben bewusst, die offenbar für Polit-Ethik gelten.

Günter Riegler

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Klartext

Hermann Maier war ja immer schon für Klartext-Meldungen gut. Nach dem heute infolge gesundheitlicher Probleme nicht ganz gelungenen Super-G in Val d’Isere ließ er wissen: “An meine Fahrt kann ich mich gar nicht mehr erinnern.”

Genau – endlich mal einer der sagt, was er sich denkt.
Die braven Nachwuchshoffnungen erzählen beherzt in Tiroler Mundart, wie sie die Gleitstücke und Schneisen bezwungen haben und wo sie ihrer Meinung nach die entscheidenden Hundertstel “liegen lassen” haben. Da lob ich mir den Maier.

Autor: Günter Riegler

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Buchtipps vor Weihnachten

Vielleicht noch rechtzeitig für diverse Weihnachtseinkäufe ein paar Buchtipps:

(1) Ronan Bennett: Zugzwang – ein Roman, der im März 1914 in St Petersburg spielt. Protagonisten: Ein Psychiater (Dr. Otto Spethmann) soll einen polnisch-jüdischen Schachspieler kurz vor einem sehr bedeutendem Schachturnier von einer Psychose heilen und ihn wettkampftauglich machen. Es geschehen zwei Morde mit offensichtlich politischem Hintergrund und Spethmann findet sich mitten in polizeilichen Ermittlungen, weil sich im Fortlauf der Handlung heraus stellt, dass seinem Patienten eine besondere Rolle im Schachturnier zugedacht ist.

Die Geschichte ist verwoben mit einer Schachpartie, deren Endspiel im Buch abgebildet und kommentiert wird; die Pointe der Partie ist eine Zugzwangsituation; daher auch der Titel.

Den Buchtipp hatte ich von ruf&ehn von der Standard-Schachseite. Die Schilderungen sind plastisch, erinnerten mich phasenweise an Dostojewskij – die Erzählweise ist flüssig, stilistisch würde dem Autor vielleicht eine ironische Note guttun.

(2) David Huggins: Ein einziger Hit (Luxury Amnesia). Der Autor und sein Ouevre sind im deutschen Raum eher unbekannt, obwohl das Erstlingswerk “Der große Kuss” (A big Kiss) durchaus in hiesigen Medien besprochen worden war. Luxury Amnesia ist in seiner deutschen Fassung sehr schwer erhältlich (via Perlentaucher bei “Zweitausendeins”). Der Autor stammt aus der Werbebranche und schreibt in satirischer Weise Krimis im Londoner Schicki-Micki-Milieu. Verbrechensmotive meist Habgier, Geltungssucht etc – also eine völlig unbelastende Unterhaltung, die man binnen zwei Tagen verschlingt. Ein einziger Hit vermag den großen Kuss im Unterhaltungswert durchaus noch zu toppen.

(3) Stephen L Carter: Schachmatt (The Emperor of Ocean Park). Juristenkrimi von einem amerikanischen Uni-Professor, der auf Grund des deutschen Dutzend-Titels (Schachmatt) wenig einladend wirkt. Das Buch ist aber – ganz entgegen des durch den deutschen Titel hervorgerrufenen Vorurteils – sensationell, was Plot, Figurenreichtum und -plastizität, Dialoge, Twists etc betrifft. Manche Kritiker fanden das Buch langatmig – ich habe es verschlungen und genossen; und freue mich, dass nun – nach einigen Jahren – der zweite Roman dieses Autors erschienen ist (Die Schwarze Dame – im Originaltitel: New England White).

Autor: Günter Riegler

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Gratis ins Fernsehen – Honorar für Talkshowauftritt?

Blogkollege Dr. Riegler hat zuletzt einen Beitrag der Frau Eva Menasse kommentiert, die enttäuscht ist, da sie nach einem Auftritt in der in Österreich weltberühmten TV-Diskussion “Club 2″ kein Honorar erhalten hat. Dies mit einer eher dümmlichen Begründung.

Fage: Hätte sie rechtlich Anspruch darauf? Ich würde meinen, dass ein TV-Sender, der eine Publizistin zur Diskussion lädt, grundsätzlich davon ausgehen muss, dass sie dies nicht unentgeltlich tut, wenn sie sonst materiell nichts davon hat. Bleibt die Honorarfrage daher unangesprochen, besteht wohl ein Anspruch auf ein angemessenes Honorar

Am Rande: Dass der ORF das nicht professionell vorab regelt und vereinbart ist eigentlich eines Schande.

 Autor: Johannes Pratl

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Kein schlechter Film

So gut wie bei letzter Gelegenheit habe ich mir im Kino “Nordwand” angeschaut – den Film über das 1936-Bergsteigerdrama am Eiger, das bekanntlich wie die Jungfernfahrt der Titanic tragisch (im sprachlich landläufigen Sinne) endete. (Hier: Zur genauen Bedeutung von Tragödie).

Dieser Film erhielt in den österr Filmkritiken überwiegend schlechte Zensuren; bemängelt wurde die mangelnde kritische Auseinandersetzung mit der Instrumentalisierung des Bergsteigens – speziell der Bezwingung des Eiger – durch die Nazis. Ferner die allzu “platte” Darstellung des von Ulrich Tukur dargestellten Berliner Journalisten. Ferner die Dialoge mit einem gelangweilten Wiener Industriellen (Erwin Steinhauer). Und so weiter.

Foto: Eiger-Nordwand (Copyright “Filmladen” via DiePresse.com)

Wie meistens, wenn man mit geringen Erwartungen ins Kino geht, wird man positiv überrascht. Wer als Hobby-Bergsteiger in diesen Film geht, den interessieren in erster Linie die Details der Bergtour: wie Andreas Hinterstoisser durch Pendelbewegungen den nach ihm benannten Quergang bezwingt, wie sich auf Grund des Schneefalls zunehmend Lawinen über die Bergsteiger ergießen, wie die Bergsteiger auf den Schneefeldern mit den Eispickeln Tritte schlagen etc. Und jeder Bergsteiger bedenkt seit den Schilderungen Harrers in seinem Buch “Die Weiße Spinne”, wie sehr man davor gefeit sein muss, dass der Knoten zweier zusammengebundener Seile im Karabiner stecken bleiben kann (was letztlich Toni Kurz das Leben kostete).

Da stören auch die platten Dialoge und die zugegebenermaßen schwülstige Musik von Christian Kolonovits nicht. Der Film setzt alle Schlüsselszenen in realistische Bilder um – ein Lehrfilm für den, der die Berge liebt, und vor deren Gefahren gewarnt sein will.

Autor: Günter Riegler

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Ein Quantum Trost

James Bond 2008, gestern gesehen!

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Jetzt verstehe ich den Titel. Er reflektiert offenbar darauf, dass der Zusehe nach der 2-stündigen Frustbewältigung der depressiven Hauptfigur in Form eines hemmungsfreien Rachfeldzuges ein wenig Trost benötigt.

An sonsten? Eine nicht besonders dichte, aber – in Bond-Kategorien – ausreichende Handlung, beinahe unangenehm schnelle Schnitte vor allem bei diversen Verfolgungsjagden, teilweise ein gelungener Versuch so etwas wie die Bond-Ästhetik der frühen Zeiten wiederzubeleben und ein „Bondgirl“, das nicht besonders zur Geltung kam.

Witzig am Anfang, dass Bond mit seinem 517 PS Aston Martin seine mit einem Alfa Romeo im Vergleich komplett untermotorisierten Verfolger auf einen Italienischen Passstraße minutenlang nicht abzuhängen vermochte. Fährt er so schlecht oder ist es das Auto?

Ein Wenig im Vorteil war jedenfalls der, der den letzten Bond kannte, da die Geschichte dort offenbar hinsichtlich des Rachemotives anknüpft. Man versteht das aber auch so nach 2 Minuten.

Und dieser Daniel Craig! Als wären alle anderen davor nur die Urlaubsvertretung gewesen.

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Foto: Wikipedia

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Knatter-Ton

Beim heute morgentlichen Frühstück wurden meine Sinne auf das Knattern eines Helikopters gelenkt, der minutenlang über den Häusern meiner Wohngegend schwebte. (Vielleicht ist es Ihnen auch so ergangen?)

Kleine-Zeitung-online wußte sogleich über Ursachen zu berichten: “Hubschrauber über Graz: Soko Donau ermittelt an der Mur” konnte man (und kann man) seit 8:42 Uhr dort lesen.

Foto: Das Team jener Fernsehserie, von der oben die Rede ist.

Völlig anderes weiß ORF-ON zu berichten: es war ein Hubschrauber der Energie Graz, der mit einer Wärmebildkamera unterwegs war.

Foto: Die Wärmebildkamera (Quelle: ORF-ON)

Autor: Günter Riegler

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Das “iTunes-Dilemma”

Comic
Quelle: xkcd – Steal This Comic

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Die schönsten Lieder der Welt

Mal raus aus der juristischen Arbeit – die Gesetzestexte, Kommentare und Jahresabschlüsse beiseite gelegt, und: Ohren und Augen auf.

Hier kommen die aus meiner Sicht schönsten Lieder der Welt – meine persönliche “Best-of”-Sammlung, ohne Reihung – und jedes einzelne hörens- und sehenswert.

(1) Aimee Mann – Wise up – aus dem Film “Magnolia” (youtube): eine tolle Idee: nach gut 2 Stunden Filmhandlungen beginnen die Hauptakteure dieses Lied zu singen. Selbst der sterbenskranke Earl Partridge wispert mit, wenn Aimee Mann die Zeilen “… cause it’s not going to stop – til you wise up” singt.

Foto: Magnolia – Quelle: IMDB.com
(2)  David Bowie – Thursday’s child – (auf youtube); ganz ähnlich wie bei (1): David Bowie steht im Badezimmer und begleitet sich selbst – singt, oder besser gesagt: summt über sein Lied drüber. Hustet. Verwandelt sich in eine Frau und wieder zurück. Man könnte das Video mit “Mystery” taggen.

(3) Talking Heads – Heaven – (auf youtube); ein Track des Filmes “Stop Making Sense”, der (leider) nicht auf der LP/CD drauf ist. Es ist das zweite Lied des Konzerts – auf der Bühne nur David Byrne (git) und Tina Weymouth (bass – mit unvergesslichem 80er-Hosenanzug). Gegen Ende des Liedes wird das Schlagzeug unter Zwischenapplaus reingeschoben und Chris Frantz macht sich dran, zwei drei Trommelklopfer abzugeben, bevor das Stakkato von “Thank you for sending me an Angel” folgt (Man sollte übrigens gleich auch das ansehen).

(4) Arcade Fire – Neon Bible (Elevator Version – youtube). Kein Kommentar – das Lied und die Zeitungs-Percussions sprechen für sich.

(5) Pink Floyd – Us and them (aus dem Film “Pink Floyd a Pompeij” – siehe youtube). Vielleicht noch nicht das schönste Lied von Pink Floyd – aber ganz nah dran. Ich habe diesen Filmausschnitt für Sie ausgewählt, weil man den Spirit dieser Zeit voll mitkriegt. Und den unvergesslichen Rick Wright am Klavier.

(6) Supertramp – Take the long way home (auf youtube leider nicht in der Originalbesetzung zu finden – hier eine Version von Roger Hodgson mit Ringo Starr). Es muss wohl ungefähr zwischen 1980 und 1985 gewesen sein, dass ich dieses Lied auf der legendären “Paris Live” zum ersten Mal gehört habe. Supertramp waren übrigens nie eine besondere Live-Band: selbst auf dieser späten Interpretation ist fast jeder Ton gleich wie auf dem Studio-Original der 80er.

(7) Peter Gabriel – Come talk to me (auf der Secret World Tour 1994 – youtube); die Bild- und Tonqualität dieser Aufzeichnung ist zwar nicht besonders – aber es ist einfach ein Must-See wie Peter Gabriel das Kabel des Münztelefons immer länger und länger zieht – und immer auf die schöne Paula Cole zu, die sich schier die Seele aus dem Leib singt.

Überhaupt war Peter Gabriel der erste, bei dem ich diese heutzutage völlig unvermeidlichen Headsets gesehen habe (siehe Foto).

Foto: Peter Gabriel, Secret World, Album-Cover
(8)  Laurie Anderson – Language is a virus (aus dem Film “Home of the Brave”, 1984 – siehe youtube). Den Film sah ich das erste Mal in einer Spätabend-Kultursendung, die von Dieter Moor moderiert wurde. Und ich war begeistert von der Keyboarderin – schauen Sie sich das an. Auch sehenswert wäre von diesem Film “Smoke Rings” (Che es mas macho? Lightbulb or shoolbus?)
(9) In einer Aufstellung der schönsten Lieder dieser Welt keinesfalls fehlen darf “Lullaby” von The Cure. (Hier in einer Akustik-Version). Welche göttliche Inspiration muss denjenigen geküsst haben, der dieses Lied mit diesem Text schuf? (Spiderman is having you for Diner tonight).

(10) Massive Attack – Angel (siehe youtube); Massive Attack haben uns viele fantastische Lieder geschenkt. Angel sticht vielleicht hervor, weil Horace Andy hier wie von einer anderen Welt herein tönt. Im Video der Verfolger mit Glatze.

Ich habe mir erlaubt hier noch schnell als (10a) das unvergessliche, eine Dekade mit seinen einleitenden Synthesizer-Sounds prägende “Unfinished Sympathy” zu erwähnen.
Ich freue mich über Ihre Tipps; die Liste ließe sich im Übrigen noch lange fortsetzen.

Autor: Günter Riegler

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Tatort ruiniert

Wie man eine Fernsehserie planmäßig ruiniert, führt der ORF anhand des “Tatort” vor.

In der guten alten Zeit war der “Tatort” am Sonntag abend als Highlight auf 20 Uhr 15 programmiert. Später – vor gefühlten 10 Jahren – verlegte man ihn auf die 22-Uhr-Schiene; dh: zuerst ein Hollywood-Blockbuster, danach der “Tatort”.

Diese Änderung war zwar ein Traditionsbruch, aber immerhin: mittlerweile gab es ja bereits Kabel- und Sat-TV und wer wollte, konnte ja weiterhin den “Tatort” um 20 Uhr 15 im Deutschen Ersten schauen. Das hatte schon auch was: zuerst Hollywood Marke “Oceans 11″, danach solide deutsch/österreichische Krimmispannung aus München, Köln oder Hamburg.

Völlig ohne Not hat der ORF nunmehr den Tatort auf 20 Uhr 15 zurück verlegt – jetzt aber auf ORF 2 und im harten Infight mit dem “Starkino” im ersten Programm.

Ob er das aushält?

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