Archive for Januar, 2009

Allgemein, Arbeitsrecht

Gestern: Club 2 zum Thema Mobbing an der BOKU

Nun ist der Club 2 sicherlich kein Prozess vor dem Arbeitsgericht und kann eine Fernsehdiskussion sicherlich nur in sehr bescheidenem Ausmaß zur Klärung der Frage beitragen, ob ein(e) Manager(in) zu recht oder zu Unrecht zum Abdanken bewegt worden ist.

Allerdings hatte der Club 2 in ungewöhnlich “reisserischer” Weise die Hoffnung geweckt, dass dies – am Beispiel der jüngst wegen “Mobbing” zurück getretenen Uni-Rektorin der BOKU – gelingen könnte; immerhin kam es erstmals nach deren Rücktritt im Free-TV zur angekündigten Direktkonfrontation mit dem Vorsitzenden des dortigen Universitätsrates.

Das Ergebnis war enttäuschend – der Versuch einer Abklärung der Standpunkte kam eigentlich nicht über ein “Ich wurde gemobbt” – “Nein, Sie wurden nicht gemobbt” hinaus. Als die Ex-Rektorin anhand von Beispielen ihre Behauptung unterlegen wollte, wurde sie bereits in ZIB-2-Manier (“…ich bitte um eine kurze Antwort …”) eingebremst: “… den Sachverhalt wird man sicherlich hier nicht klären können.”

Schade – eigentlich bin ich deswegen aufgeblieben.

Die weitere Diskussion war dann eher von bekannten Gender-Themen geprägt – mit entsprechend allgemeinen Wahrheiten. Etwa, dass es an den Unis viele Absolventinnen, wenige Professorinnen und momentan kein Rektorinnen gibt. Ursachen: mangelnde Kinderbetreuungsmöglichkeiten – Frauen lösen lieber Details, wo es klemmt, und benachteiligen sich selbst dadurch in ihrer Karriere etc.

Alles wahr und richtig – aber was mich wirklich interessiert hätte: ist die Ex-Rektorin nun zu Unrecht “gegangen” worden, oder nicht? Der Antwort bin ich leider nicht näher gekommen, und das ist leider der Moderatorin, Frau Milborn, anzulasten.

Autor: Günter Riegler

Allgemein, Steuern und Abgaben

Steuerreform

Alles, was es im Moment – laut KPMG-Mitteilung – über die im Gesetzgebungsprozess befindliche Steuerreform zu wissen gibt, finden Sie in Kürze hier.

Das Thema Abzugsfähigkeit von Spenden habe ich in dieser Mitteilung noch nicht gefunden. Die Unternehmenssteuern werden laut Info ebenfalls kaum reformiert – die degressive AfA ist noch nicht im Entwurf enthalten, man kann sich aber auch fragen, ob hier nicht nur Zusatzbürokratie entstehen würde, ohne dass deswegen ein “Investitionsschub” durch die Reihen österr Unternehmer gehen würde.

Autor: Günter Riegler

Allgemein, Ernst beiseite

IT – Sicherheit

Ein Firmennetzwerk ist jedenfalls dann halbwegs sicher, wenn Administratorenrechte für alle Aktionen ab dem Systemstart erforderlich sind! Zusätzlich erhöht kann die Sicherheit durch eine vollständige physikalische Trennung des PC vom Netzwerk und Entfernung aller Eingabegeräte werden! Scherz beiseite, aber bei allem Verständnis für IT-Sicherheit, aber irgendwann leidet die Usability. 

Auch sind diverses Verschlüsselungs- und Authentifizierungssysteme geradezu skurril umständlich zu Bedienen, oder die Denklogik die hinter den Systemen steht, deren Durchdringung aber für deren Verständnis erforderlich ist, so abstrakt, dass sie selbst erfahrene User überfordert und man nie über das Stadium der Befolgung eine “Schritt für Schritt Anleitung” hinaus kommt. Ein EDV-Sicherheitssystem wird sich erst dann bewährt haben, wenn der Umgang damit so einfach und selbsterklärend ist, wie das Umdrehen eines Schlüssels im Schloss. 

Autor: Johannes Pratl, nachdem er gerade mit einem digital signierten E-mail konfrontiert war. 

Allgemein

Change

Man kann die positive Rolle Amerikas in der Welt – trotz aller häufig gehörten Kritik – gar nicht hoch genug einschätzen. Wer sonst, wenn nicht die Amis, geht in die Krisenherde dieser Welt, nimmt es mit Schurken und Schurkenstaaten auf, nimmt Milliarden-Rüstungsdefizite zulasten der nationalen Sozial- und Gesundheitsversorgung in Kauf, nur damit der Rest der Welt in Sicherheit leben kann? (Und muss sich dann auch noch ständig dafür kritisieren lassen?)
Gerade deswegen ist es den Amerikanern auch zu vergönnen, wenn sie jetzt mal ausgiebig die Inauguration von Präsident Obama abfeiern. God bless him.

Aber irgendwann dann bitte lasst es wieder gut sein. Ganz langsam beginnen mich die Einstiege von ORF-Korrespondenten “direkt vom Lincoln-Memorial” (“… da unten ist der Zugang zu den Tribünen … hier hat es minus 12 Grad und trotzdem sind schon jetzt tausende Menschen hier versammelt …”) zu nerven.

Lieber Mr Obama, machen Sie es gut, halten Sie keine “historische” Rede, sondern bloß eine gute Rede.

Autor: Günter Riegler

Arbeitsrecht

Krank sein, aber richtig

Gestern auf ORF-ON in der Rubrik “Immer gut drauf” ein wertvoller Beitrag “Auch krank sein will gelernt sein”.

Schlecht ist, wer schlecht denkt. Es geht im Beitrag nicht etwa um Hinweise zum Tarnen und Vortäuschen von Krankheiten, sondern um arbeitsrechtliche Hinweise, wie man im Krankheitsfall korrekt vorgeht, um nicht später vor dem Arbeitsgericht zu landen.

Autor: Günter Riegler

Allgemein, Ernst beiseite, Verwaltungsrecht

Begrifferaten: “Spechtbaum”

Wissen Sie was ein Spechtbaum ist? 

Wachsen Spechte etwa auf Bäumen? Nein, tun sie nicht:Im Zuge der Errichtung von großen Baulichkeiten (z.B. Wasserkraftwerke) wird als ökologische Begleitmaßnahme in diesbezüglich sensiblen Gebieten manchmal die Belassung bestimmter Baume behördlich vorgeschrieben, die dann nicht wie gewöhnliche Bäume “waldbewirtschaftet” werden, sondern einfach belassen, auch wenn sie absterben etc. Die Idee ist, dass diese Bäume Spechten eine entsprechende Lebensgrundlage bieten. Daher Spechtbaum.  Autor: Johannes Pratl 

 

Allgemein

Energieautonom?

Quasi als “Hölzerl”, das ich dem Energieexperten in unserem Blog werfen möchte: ist es denkbar, dass die Steiermark oder gar ganz Österreich “energieautonom” werden können?

So in die Richtung gingen gestern Diskussionsbeiträge in der Fernsehsendung Zur Sache bzw heute eine Online-Zeitungsmeldung.

Ich nehme an, es geht um den Energiebedarf ohne Berücksichtigung von Benzin, Diesel uä Kraftstoffen – also um Energie zum Heizen, Kochen, Beleuchten. Als Laie scheint es mir nämlich schwer vorstellbar, dass wir Steirer/Österreicher in Kürze zum “autonomen Selbstversorger” werden könnten.
Eventuell kann hier Koll. Pratl die eine oder andere aussagekräftige Statistik liefern, etwa, wie sich der Stromverbrauch aus Eigenerzeugung und aus Importen zusammen setzt?

Autor: Günter Riegler

Allgemein, Staat und Politik

Helmpflicht auf der Piste?

Wann immer bedauerliche Dinge passieren, schreien alle nach neuen Vorschriften. Und stöhnen andernorts und zu anderer Zeit über die “Gesetzesflut”.

Skifahren ist ein Wintersport, bei dem man mit wenig schützendem Drum-Herum beachtliche Geschwindigkeiten erreichen kann. Ganz klar: Skifahren ist gefährlich. Aus einer Statistik des Kuratorium für Verkehrssicherheit entnehme ich, dass Skifahren bei den Sportunfällen Platz 1 einnimmt (Gesamtzahl 2007: 196.300 Unfälle – davon Skiunfälle/alpin: 39.400).

Bei der Zahl der spitalsbehandelten Unfälle (Auswahl: Nur Österreicher – älter als 15 Jahre) hat Pistenskifahren die in absoluten Zahlen höchste Unfallzahl (34.800), aber gemessen an der Zahl der Ausübenden auch wieder nicht: die bezogen auf die Ausübenden riskanteste Sportart ist übrigens Snowboarden (35,7 Unfälle auf 1000 Ausübende), danach der viel geliebte Fußballsport (20 Unfälle pro Tausend), Platz 3 teilen sich Alpinskilauf und Reiten mit knapp 15,4 Unfällen auf 1000 Ausübende.

Verhältnismäßig sichere Sportarten wären übrigens Tennis, Federball, Badminton und Segeln/Surfen. (Die gesamte Statistik hier zum Download).
Nun gebietet es einem ja der Verstand, dass man beim Skifahren selber gut aufpassen muss, und insbesondere seine Pflegebefohlenen besonders schützen muss. Daher sollte man in der modernen Zeit den Kauf (und die Verwendung) eines Helms in Erwägung ziehen. (Insbesondere, wenn man auf kunstschneebeschneiten Pisten mit hohem Snowboarder-Aufkommen unterwegs zu sein beabsichtigt.)
Dies aber per Gesetz zu verordnen wäre ein weiteres Beispiel in einer langen Liste an Anlassgesetzgebungen, die dem Einzelnen das Gefühl für seine offensichtliche eigene Verantwortung entziehen.

Autor: Günter Riegler

Allgemein

Krise – Worauf sind wir vorbereitet?

Es gehört ja mittlerweile zur Allgemeinbildung, dass das Wort Krise auf „Chinesisch“ angeblich auch, Chance bedeutet. Ich fürchte, dass dieser Umstand in den letzten Jahren so oft durch diverse Seminaren, Leitartikel und Anlageberatungsgespräche verbreitet wurde, dass dadurch bei den Menschen der Eindruck entstand, dass jede Krise ausschließlich Chance bedeutet und es so etwas wie eine Krise im Sinne einer Notsituationen gar nicht gibt bzw. diese  insgesamt eher den anderen passiert und wenn eigentlich nicht so schlimm ist.

Derzeit kommt es dick: Immobilien-, Finanz- und mittlerweile Wirtschaftkrise und Rezession kumulieren mit der jüngst am Horizont auftauchenden Gaskrise zu einer Gesamtsituation, die sowohl von den Mächtigen der Politik als auch Wirtschaft sehr viel Sachkenntnis und Führungskraft verlangen würde. Alleine, haben sie die? Faktum ist, dass praktisch alle derzeitigen Spitzenpolitiker und Manager in Zeiten sozialisiert wurden, in denen „echte“ Krisen Gott sein Dank nicht stattfanden. Die Politik konnte sich daher in wirtschaftlich durchaus erfolgreichen Zeiten auf das Verwalten und  Verteilen konzentrieren. Krisenmanagement und Problemlösungskompetenz waren im Vergleich zu Vermarktungstalent in diesen krisenfreien Zeiten unbedeutende Fähigkeiten. Aufgrund der allgemein guten Wirtschaftlage konnten auch grobe Missstände ungelöst bleiben bzw. auf Kosten der Effizienz kaschiert werden, siehe etwa Gesundheitsbereich und Pensionssystem.

Es kommt hinzu, dass aufgrund altersbedingt fehlendem eigenen Erfahrungshorizont bei den Menschen das Bewusstsein für die Möglichkeit und die Auswirkung einer Versorgungskrise immer weniger ausgeprägt ist. Während in der Kriegs- und Nachkriegsgeneration ein natürliches Verständnis für die Lebensnotwendigkeit von Plänen für schlechte Zeiten vorhanden war, fehlt dasselbe heute gänzlich bzw. wird eher als Paranoia abgetan. Etwa ist die Tatsache mittlerweile erklärungsbedürftig, dass die Lebensmittelversorgung mangels auch nur der einfachsten Form von Lagerhaltung und aufgrund fehlender Transport- und Verteilungslogistik heutzutage im Falle z.B. einer Energiekrise (versuchen Sie einen Supermarkt ohne Strom auch nur aufzusperren) nicht gewährleistet wäre. Eine Krisenvorsorge, etwa in Form der Notlagerung bestimmter Güter samt entsprechender Verteilungskapazität existiert schlichtweg nicht. Gleiches gilt für die Energieversorgung: In Zeiten in denen in der Stadt fast alle mit Holz und Kohle heizten, war das ausbleiben von Rohstofflieferungen ein Faktor, der mit starker Zeitverzögerung Effekte zeigte, da jeder Verbraucher sein eigenes Brennstofflager im Kohlenkeller hielt. Bleibt heute die Gas-, Strom- oder Fernwärmelieferung auch nur Stunden aus, ist die Lage sofort höchst problematisch. Das System ist viel fragiler geworden.

Ich führe die Problematik fehlenden „Krisenbewusstseins“ auch darauf zurück, dass in Zeiten des Primates der Ertragsoptimierung für vorderhand schöngeistige Dinge wie Lagerhaltung, die ja in guten Zeiten nur Geld kostet, schlichtweg kein Platz mehr ist. Auf anderer Ebene sieht man ein ähnliches Phänomen in Bereichen der öffentlichen Infrastruktur, nämlich der Versorgungsnetze: Wenn es um die Frage der Kosten der Errichtung und Erhaltung der Strom-, Wasser-, Gas- und Telekommunikationsnetze geht, entsteht immer ein Spannungsfeld zwischen möglichst günstigen und wettbewerbsfähigen Preisen für die Kunden, und der Zahlung von Redundanz, Überkapazität, Ausfallssicherheit etc. Vereinfacht gesagt, was ist wichtiger: Optimale Versorgungsqualität und -sicherheit oder günstigere Preise und dafür halt „öfter einmal ein Ausfall“. Ein sehr schwer zu beantwortende Frage. Denn klar ist, dass z.B. die Lagerung von Gas ein extrem aufwändiges und teures Unterfangen ist, das sich rein betriebswirtschaftlich nicht darstellen lässt.

Die derzeitige Gaskrise ist wahrscheinlich keine Chance, aber vielleicht Anlass für die Politik das politische Tagesgeschäft einmal ein wenig beiseite zu lassen und sich so existenziellen Fragen wie der Energiepolitik und der Versorgungssicherung zu widmen.

Autor: Johannes Pratl

Allgemein

PTV

Der einzige Unterschied zwischen der Post- und Telegrafenverwaltung (PTV) der Siebziger Jahre und der Post AG im Jahr 2009 ist, dass es weniger Filialen, und dafuer eine total professionelle Werbung gibt.

Werbung, die einem suggeriert, es handele sich um ein modernes und effizientes Dienstleistungsunternehmen. Die Realitaet sieht diametral anders aus: seit Jahren werden mir eingeschriebene Briefe oder Nachname-Briefsendungen (obwohl mir fuer letztere 4 EUR Gebuehr verrechnet werden) prinzipiell nur via Abholzettel “zugestellt” – noch nie hat ein Postler ernsthaft versucht, mir diese hochpreisigen Briefsendungen an die Haustuer zuzustellen. Ganz offenbar ist es dem Postler nicht zumutbar, mit dem Lift zu mir in den dritten Stock zu fahren, oder wenigstens an der Haustor-Sprechanlage anzulaeuten, um zu sehen, ob jemand bei mir daheim ist.

Also ins Postamt pilgern – Postamt bedeutet heute: jede Menge Ramsch, der einem in der Art von tuerkisch-bosnischen Gemischtwarenlaeden angeboten wird. Man kann Computer im Postamt kaufen, CDs und DVDs mit Musikantenstadl-Musik, man kriegt Software zur Ueberpruefung des Feuchtigkeitsstatus der Wohnung – aber um einen eingeschriebenen Brief abzuholen muss man eine gefuehlte Stunde in der Schlange stehen, bevor man von einer voellig lethargischen Bediensteten mit dem Wort “Ausweis” aufgefordert wird, selbigen vorzuzeigen. (Selbst die Polizei ist mittlerweile “kundenfreundlicher” und “serviceorientierter” als die Postbediensteten.)

Jetzt kann man die Schuldigen suchen – ich erspar mir das. Mir ist klar, dass MitarbeiterInnen eines Unternehmens, das wochenlang wegen Schliessungs- und Kuendigungswellen in den Medien ist, keine besondere Arbeitsbegeisterung aufbringen koennen. Aber die Situation ist ja nicht erst seit heute so. Als ich vor 25 Jahren noch bei meinen Eltern wohnte, war es Brauch, dass der Postler, bevor er so gegen 12 Uhr mittags endlich bei uns die Post zustellte, schon zwei Stunden im Gasthaus gesessen hatte, das zu meinem/unserem Pech gerade mal zwei Haeuser vor dem unseren steht. Und wenn man Insider fragte, gaben die zur Antwort, die Postler wuerden in der Dienststelle “eine auf den Deckel” bekommen, so sie zu frueh von ihrer Tour zurueck kaemen.

Je frueher die Liberalisierung kommt, desto besser. Die Postzustellung ist eine Wueste, in der nichts mehr gedeiht.

Autor: Guenter Riegler

Allgemein, Neue Gesetze, Staat und Politik

Der Wirt als Schutzparton der Kinder und Kellner – Nichtraucherschutz in Österreich 2009

In Österreich gilt seit 1.1.2009 ein Gesetz, das dem Nichtraucherschutz nun endlich zum Durchbruch verhelfen soll. Bisher galt in Österreich im Wesentlichen, dass es einige Verbote gab, die aber regelmäßig nicht kontrolliert und daher auch wenig eingehalten wurde. So war es bisher durchaus keine Seltenheit, dass in öffentlichen Gebäuden großzügige „Rauchecken“ – obwohl verboten – faktisch vorhanden waren und sind auch an Arbeitsplätzen in Büros etc. Rauchverbote keine Selbstverständlichkeit.

Ziel der neuen Bestimmungen ist nun die Rauchfreiheit der Gastronomie und man geht hier einen sehr Österreichischen Weg: Als erstes lässt das Gesetz einmal dem Raucher die fast absolut freie Wahl im Lokal zu rauchen, ebenso wie dem Nichtraucher nicht in das Lokal zu gehen!

Als gesundheitspolitischer Gegenpol zu dieser Wahlfreiheit und quasi als Schutzpartron der Kinder und Kellner entscheidet weiters der Gastwirt ob in seinem Lokal geraucht werden darf. Bereits auf Grund dieser Konstellation bin ich mir fast sicher, dass fast alle Lokale künftig rauchfrei sein werden. Oder?

Offenbar hatte der für seine antiautoritäre, regelungsdefensive und liberale Haltung berühmte österreichische Gesetzgeber aber doch den Extremfall der Unvernunft vor Augen, sodass zumindest inLokale mit über 80 m² verpflichtend ein Nichtraucherbereich zu schaffen ist.

Um nicht in den Ruch kryptofaschistischer Raucherhetze zu geraten, wurde behördenseitig zum Jahreswechsel aber gleich versichert, dass man nicht an eine intensive Kontrolle der Bestimmungen denke.

Dem Nichtraucher bleibt nun in Hinsicht auf die feige Haltung der Politik wie oftmals die Hoffnung darauf, dass sich schließlich die Europäischen Institutionen der Sache annehmen. Dann haben die Nichtraucher ihren Frieden und die Raucher ihr Feindbild das nicht im Österreichischen Parlament sitzt.

Autor: Johannes Pratl (Selbst von der ärgsten Sorte: “Ehemaliger Raucher”)